Rudolf Kroth
Maler und Graphiker, Designer
Lebensdaten
(*29.12.1924 Frankfurt am Main † 02.03.2013 Kassel)
Familie
Eltern: Georg Kroth und Maria Kroth, geb. Schäfer
Geschwister: einen älteren Bruder und eine jüngere Schwester
Schulbesuch: in Frankfurt am Main
1955 Heirat (Studienreferendarin Ursula, geb. Klüglein)
1957 Umzug nach Frankfurt am Main
*1963 Sohn Heinrich
seit 1966 mit der Familie wieder in Kassel
*1967 Tochter Johanna
Werdegang
1947-1948 Volontariat im Graphischen Büro der Stadt Frankfurt, unter Leitung des Graphikers Hans Leistikow (1892-1962)
Mitarbeit an der Visualisierung von Aufgaben des Stadtplanungsamtes, Ausarbeitung von Plakatentwürfen für
die Städtischen Bühnen, Vorbereitung "Paulskirchenjahr" 1948, Ausgestaltung eines Kindergartens der AWO
anschließend: als Privatschüler von Hans Leistikow: Mitarbeit an Entwürfen für die Westendsynagoge in Frankfurt:
Altar-Mosaike, Glasfenster, Ausmalung der Kuppel, Farbgebung der Räume
1948-1953 Studium: Freie und Angewandte Graphik (Natur, Schrift, Malerei, Kunst- und Kulturgeschichte) an der Staatlichen
Werkakademie Kassel (Hochschule für Bildende Künste in Leistikows Klasse, Leistikow übernahm dort 1948 die Leitung
der Graphikklasse mit Orientierung an Prinzipien des Bauhauses (Weimar, Dessau)durch die Lehrer der Werkakademie
Kassel; das Ideal der gemeinsamen Arbeit an realen Aufgaben von Lehrer und Schüler wurde von Hans Leistikow
weitgehend verwirklicht
1952 Studienreise nach Italien (für drei Monate)
seit 1953 Lehraufträge für Schrift an der Werkakademie Kassel
1955 Lehrauftrag für Freie Graphik/Serigraphie an der Werkakademie Kassel
1953-1964 freiberuflich in Kassel 1955-1958 Titelgestaltung der Bibliothek Suhrkamp im Auftrag von Peter Suhrkamp seit 1958 Mitglied im Deutschen Werkbund Hessen 1958-1968 freie Mitarbeit beim Volksbund deutscher Kriegsgräberfürsorge: Beschriftungsentwürfe für deutsche Friedhöfe in
Belgien, Dänemark, England, Frankreich, Griechenland, Italien, Spanien, den USA und Nordafrika
1964-1990 Lehrkraft an der Werkakademie Kassel
1980 Ernennung zum Professor im Kunsthochschulbereich (bis 1989)
seit 1990 künstlerische Arbeit im eigenen Atelier: Landschaftsmalerei im Stil der klassischen Moderne bis zur
abstrakten Formgebung mit teilweise seriellem Charakter; farbige und hell-dunkel bestimmte Zeichnungen sowie
Drucke (Serigraphie) z. B. Kreidezeichnungen "Gefährliche Landschaften", Serie mit expressiven Anklängen durch
Verarbeitung seiner Kriegserlebnisse (Grautöne auf Leinen)
Literatur
Ausstellungskatalog ‘ein Plakat ist eine Fläche die ins Auge springt’, Plakate der Kasseler Schule, Frankfurt am Main 1979.
Quelle
Prof. Dr. Rolf Sachsse, HBK Saar