Wladimir Filonow

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Fotograf

Lebensdaten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geb. 1948

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Wie die Mehrheit der sowjetischen Meisterphotographen hat Wladimir Filonow keine photographische Ausbildung. Er studierte Elektrotechnik und arbeitete zehn Jahre lang in seinem erlernten Beruf. Erst 1979 kam er zur Photographie.

Zunächst waren es bloß technische Aufnahmen für ein Konstruktionsinstitut. Gewissermaßen im Kontrast zu seinem technischen Beruf und der nüchternen Atmosphäre der Industriestadt Zaporoschje am Dnjepr, wo er bis heute lebt, bekannte sich Filonow in seinem künstlerischen Frühwerk zu romantischen Idealen.

Eine Zeit lang galt er als Meister des Piktoralismus und der phantastischen Landschaftsmontage. Er beteiligte sich an 280 Ausstellungen und erhielt 128 Auszeichnungen, darunter erste Preise in London, Spanien und Jugoslawien. In der Sowjetunion hatte er zwölf Einzelausstellungen.

Vor fünf Jahren nahm Filonows photographisches Schaffen eine entscheidende Wendung. Er lehnt nunmehr die Teilnahme an internationalen Ausstellungen ab und widmet sich völlig der sozialen Reportage.

Er entdeckte in sich eine erzählerische Begabung und begann an breitangelegten Zyklen zu arbeiten, in denen er mehrere Erzählstränge virtuos zu einer Bilderreihe verbindet. Die Photoserie « Sterbendes Dorf» ist ein Teil des Zyklus «Auf Rußlands Straßen» (1987).“ [1]

Quelle[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Zitiert aus: Wiktor Misiano (Hg.), Die zeitgenössische Photographie in der Sowjetunion, Edition Stemmle, Verlag Photographie AG, Schaffhausen/CH, 1988, ISBN 3-7231-0376-6